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Pokalhalbfinale

Geschrieben von Crabbe am . Veröffentlicht in News

Ein heißer Tanz, motivierte Teams, klasse Spielzüge und tolle Tore haben dieses Spiel zu einem Hingucker gemacht. Das Ergebnis viel doch ein wenig deutlich aus und schmälert die Leistung des Gegners.

 

Wollen wir nicht lange drum rum reden und kommen direkt zum ersten Viertel. 

 

Kaum hatte das Spiel begonnen, konnten wir auch schon das erste Tor verzeichnen - 0:18 Sport 1:0. 

Und es sollte Schlag auf Schlag gehen. Das HTB ein ernstzunehmender Gegner ist, wußten wir. Das HTB auch gute Leute in den Reihen hat, wußten wir auch. Das sie noch lernen und nicht zu unterschätzen sind, wußten wir dann jetzt auch. Gerade mal 1:36 gespielt und die erste Unterzahl gefolgt vom ersten Gegentor - 1:1. 

Was HTB kann, haben wir schon vor 10 Jahren gekonnt - erste Überzahl und das zweite Tor. Nach 2:11 konnten wir so wieder in Führung gehen und versuchen das Spiel mal zu beruhigen. 

Fehlanzeige. HTB lies kein langsames Spiel zu und zwang uns ein Tempo auf, welches nicht unseres ist. Schnelle Seitenwechsel mit konterartigen Einlagen, Bewegung noch vor der Bewegung und "kochendes" Wasser. Ruhe ist was für Senioren. Auch wenn sich Dreiviertel von uns nahe dieser Grenze sah, durften wir uns doch nicht über diese drängen lassen. 

Ruhe bekommt man, wenn der Schiri pfeift. Laßt uns dafür sorgen, dass er viel pfeift. 2:29 - 2 beide; 2:40 Sport geht wieder in Führung; 3:13 - der Versuch davon zu ziehen 4:2. 

 

Jugendlicher Ehrgeiz trifft auf den Willen zu siegen. Die sehr faire Partie wankte hin und her. Andere Partien feiern bei diesem Spielstand Bergfest, so wie wir, die erste Hälfte des ersten Viertels. Auswechselungen konnten durch die reiche Torausbeute auch genügend stattfinden und brachten uns wohl schlussendlich den Sieg. Aber wollen wir mal nicht vorpreschen. 

Das Torgewitter ging weiter und hielt bis zum Pausenpfiff an. In anderen Spielen ist man froh wenn Gesamt so viele Tore fallen, wir hatten sie nach dem ersten Viertel - 7:5 für das Sportteam. 

 

Auch das zweite Viertel lies nicht an Intensität nach. So langsam kamen wir ins Spiel und konnten durch zwei gute Aktionen den ersten nennenswerten Abstand herstellen - 8:17 gespielt und 9:5. 

Zwei weniger gute Aktionen brachten uns weitere Unterzahlsituationen ein, die wir durch eine geschlossene Teamleistung erfolgreich ohne Gegentor abwenden konnten. Im Gegenzug konnten wir ein Überzahlspiel für uns entscheiden, mußten aber postwendend den erneuten Anschlusstreffer hinnehmen. 

Wir wollen gewinnen und HTB nicht verlieren. Auch das Erzielen weiterer Tore, das Abfangen überraschend gespielter Pässe, das Unterbinden des schnellen Spiels - alles brachte nichts; HTB wollte nicht aufgeben. 

Langsam zeichnete sich ein Übergewicht für uns ab. Nach dem erneuten Anschlusstreffer brachten uns zwei "Oldies" weiter in Front und den zwischenzeitlichen Spielstand von 12:6. 

Die letzte Minute des zweiten Viertels und noch 3 Aktionen offen; 13:10 Minuten gespielt 12:7, Schießt Du eins, schieß ich eins 13:7 (bei 13:24), kommt lasst uns Pause machen 13:58 und doch noch ein Tor 13:8. 

 

 

An dieser Stelle muss man den Nachwuchsspielern Respekt zollen. Obwohl nahezu jeder aus dem Team des Gegners bei uns einen Vater hätte haben können, liesen sie es nicht an Ehrgeiz, Gegenwehr und Kampfeswillen fehlen. Ob das den Ausschlag gegeben hat, das sie bis zur letzten Minute gekämpft haben? Ob der Trainer ein aufstecken nicht akzeptiert? Oder ob alle so schlecht mit zählen wie ich und nicht wissen wie es steht? Es bleibt fraglich, warum wir immer noch wie die blöden kämpfen müssen und uns nicht langsam damit abfinden, das das Sportteam ins Finale einziehen wird. 

Auf der anderen Seite, meine ich mich zu erinnern, das wir bereits Spiele nach so einer Führung doch noch verspielt haben. Ein Vorsprung von 5 Toren sollte zwar reichen, aber im Schnitt fallen 10 Tore pro viertel - und 2 sind noch zu absolvieren. 

 

Die ersten konditionellen Defizite waren bei uns bereits im ersten Viertel zu spüren, bei HTB setzten sie jetzt ein. Das Spiel flachte ab, was die Torausbeute angeht. An Willen mangelte es nicht, aber der letzte Paß, der finale Torschuss und die abschließende Grätsche liessen auf sich warten. 

Unserer Taktik war bislang aufgegangen und wurde auch weiter von jedem einzelnen aufgegriffen und umgesetzt. 

Die nächsten Überzahlsituationen konnten von beiden Teams nicht genutzt werden und bescherten den beiden Schiris ein ruhiges Viertel. 

Nach dem bisherigen Torreigen, liest sich das Viertelergebnis von 2:1 für das Sportteam doch ein wenig langweilig. Allerdings wurden `brachiale´ Aktionen durch zielgerichtete Aktionen abgelöst, was die Torhüter mehr in den Mittelpunkt rückte. Die ein oder andere tolle Parade war zwar nicht zu sehen, aber es wurden deutlich mehr Bälle gehalten. Das Spiel wandelte sich vom Tore schießen zur Schwimmveranstaltung. 

 

Auch das letzte Viertel konnte mit den ersten beiden nicht mithalten. Die Taktiken wurden auf beiden Seiten geändert und paßten sich endlich unserem gewohnten Spieltempo an. Kontrollierter Aufbau, gefolgt von einer zielgerichteten Aktion einzelner Spieler, war schon immer des Sportteams liebste Taktik. 

Nichts desto trotz, blieb es ein ausgeglichenes Spiel. Einzig die Torchancen wurden durch uns besser verwertet. 

Vielleicht waren die Erfahrung und das langjährige Zusammenspiel an dieser Stelle entscheidend. Vielleicht zehrt die Sommerpause doch mehr, als man meinen möchte. Eventuell aber auch die Erkenntnis das heute das Sportteam nicht zu bezwingen ist. 

Neben den ersten drei Vierteln konnten wir auch das letzte für uns entscheiden und den bereits aufgebauten Vorsprung zu einem 19:10 Endstand ausbauen und so erneut ins Pokalfinale einziehen. 

 

 

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass es uns HTB nicht leicht gemacht hat und das gesamte Spiel auf Augenhöhe lag. Der Einsatz auf beiden Seiten hat gestimmt und blieb immer fair. 

Diesmal konnten wir die gewährten Chancen nutzen und im Gegenzug genügend unterbinden. Wir waren immer einen Tick besser, weshalb der Sieg in Ordnung geht. Allerdings meine ich, dass die Differenz ein wenig zu hoch ausgefallen ist. 

Das Spiel hat Spaß gemacht und verspricht sich nächste Woche Montag fortzusetzen. 

 

Wir hoffen an die Leistungen unserer letzten Finalspiele (2008 und 2010) anknüpfen und ein spannendes Endspiel um den Hamburger Pokal zeigen zu können.