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Die Erste empfängt Konkurrent Winsen

Geschrieben von Crabbe am . Veröffentlicht in News

Das Dulsbergbad ist dicht, die Umbaumaßnahmen angelaufen und Wilhelmsburg muss herhalten. Es war dringend erforderlich und wird endlich in die Tat umgesetzt - der Umbau des Dulsbergbades. Das so ein Unterfangen nicht in 2 Tagen absolviert ist, ist klar und erfordert von allen Beteiligten Opfer. So müssen unsere Punktspiel (leider) auf das Wochenende ausweichen und strapazieren zusätzlich die dünne Personaldecke so mancher Vereine.

 

Letzten Samstag sollte es dann soweit sein und der erste Großkampftag des Sportteam anstehen. Mit den Masters gingen die Veterenanen in das erste Spiel und mußten stark ersatzgeschwächt eine herbe Niederlage gegen die außer Konkurrrenz startende SVP 50 hinnehmen (Sport : SVP 50 AK - 4 : 8).

 

Im nachfolgenden Spiel der Zweiten lief es anscheinend besser, das Protokoll wirft einen ungefährdeten Sieg gegen die Gehörlosen aus. Mit einem Endstand von 14 : 9 bleibt die Zweite weiterhin auf Kurs und hält den 2.Platz in der Stadtliga.

 

Einzig unser Dritte durfte sich nach der Absage von ATSV 2 auf ein "normales" Wochenende freuen und das trockene, wenn auch kalte Wetter, geniessen.

 

Im Topspiel des Tages ging es um 15:30 Uhr zwischen unserer Ersten und den Gästen aus Winsen um die Wurst.

In den letzten Jahren mußten wir teilweise herbe Niederlagen in der recht überschaubaren Halle in Winsen hinnehmen, verstanden es aber trotzdem nicht, die Größe des Kaifu Beckens im letzten Jahr für uns zu nutzen. Kein Wunder also, das unsere Bilanz gegen Winsen keinen Sieg ausweist.

 

Allerdings ist die Mannschaft diese Saison so gut wie seit Jahren nicht mehr und wechselt sich aktuell mit "Two and a Half" an der Tabellenspitze ab.

 

Mit dieser Motivation im Rücken war das Ziel klar - der erste Sieg gegen die körperlich präsenten und spielstarken Winsener.

Durch die Absagen einiger Leistungsträger ließ sich Schmiddel nicht aus der Ruhe bringen und brachte die Taktik für das erste Viertel klar zum Ausdruck. Meine Hoffnung, Winsen würde auch pesonelle Einbußen verzeichnen müssen, wurden in letzter Minute nicht bestätigt. Mit Wilhelm Peper und Uwe Reincke waren wohl die beiden stärksten Winsener angereist, um das Gerüst für eine taktisch gut aufgestellt Mannschaft zu bilden.

 

- Erste Viertel -

 

Aber kommen wir endlich zum Spiel....

Wie anzunehmen, starteten die Winsener stark in die Begegnung und ließen keinen Zweifel daran, wer auch diesmal siegen sollte. Eine schnelle 2:0 Führung von Winsen ließ unsere Abwehr blaß aussehen. Durch mein Unvermögen und dem damit einhergehenden ersten Ausschluss des Spiels, konnte die Führung auf 3:0 ausgebaut werden. So schlecht wie sich unsere Deffensive anstellte, gab sich auch die Offensive und konnte keine zwingende Torchance herausarbeiten. Nur einem glücklichen Heber in die lange Ecke ist der Anschlusstreffer kurz vor der Pause zu verdanken.

 

- Zweite Viertel -

 

Motivation und Kampfeswille mußten in der Pause angeheizt werden, wollten wir hier nicht eine blamable und deftige Niederlage einfahren.

Der Wille war auf beiden Seiten zu spüren. Auch wenn Winsen die besseren Möglichkeiten hatte, wollten Anfang des zweiten Viertels keine Tore fallen. Erst durch den ersten Ausschluss auf Winsenerseite und einem schnell ausgeführten Freiwurf konnte der Anschlusstreffer erzielt und der Rückstand verkürzt werden.

Kurz darauf traf Arne sogar zum kurzzeitigen Ausgleich, bevor Winsen wieder die Führung übernehmen konnte und in den Seitenwechsel rettete.

 

- Dritte Viertel -

 

Unser Spiel wurde besser, wir mußten nur noch ein wenig aggresiver an den Mann und uns vorne mehr bewegen.

Leichter gesagt als getan. Keine Seite wollte aufgeben und spätestens jetzt dürfte klar geworden sein, das sich das Sportteam nicht kampflos ergeben wird.

Das Spiel wurde zwangläufig verbissener, vereinzelte ungewollte Schläge und Tritte taten ein Übriges. Das dritte Viertel, wie auch das vierte, waren durch Kampf bestimmt und ließen wenig Platz für Taktik oder Raffinesse. Auch einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen ließen die angespannte Situation weiter steigen.

 

Mit einem schnellen Tor zogen die Winsener auf 2 Tore davon und versuchten Ein ums Andere Mal nachzulegen und ihren Vorsprung weiter auszubauen. Wegen des kraftraubenden Spiels ließen die abschließenden Schüsse oftmals an Präzision fehlen und konnten nicht im Netz untergebracht werden. Dazu kamen, das beide Torhüter nicht die Buhmännern ihrer Mannschaften sein wollten und zeitweise zu grandiosen Leistungen aufliefen.

Beide Mannschaften waren zu diesem Zeitpunkt des Spiels ausgeglichen und so war der erneute Anschluss nur eine Frage der Zeit. Der einzige Konter des Spiels konnte glücklicherweise von uns geschwommen werden und brachte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 5:5. Kurz darauf war uns es sogar beschienen den ersten Vorsprung heraus zu arbeiten. Es deutete sich eine Wende an und Winsen drohte Anteile zu verlieren. Durch Konditionsschwächen, Übermotivation konnten wir 2 Überzahlspiele zum Ende hin nicht zu unserem Vorteil nutzen.

 

- Vierte Viertel -

 

Es blieb spannend; 6:5 für das Sportteam und noch ein Viertel zu spielen.

Die Pause verschaffte beiden Seiten neue Luft, die es Winsen ermöglichte den erneuten Ausgleich zu erzielen und das Spiel wieder offen und spannend zu machen. Allein von den Chancen hätte es ein torreiches Spiel werden können und müssen, allein das letzten Quentchen Glück fehlte und lies es ein umkämpftes Spiel werden. So führte auch eine strittige Situation zu unserem letzten Treffer und einem 7:6 Endstand für die Erste.

 

Es war ein hartes, teilweise unfaires, torarmes Spiel. Festzuhalten bleibt aber, das sich beide Seiten alles geteilt haben! Ob wir jetzt verdient gewonnen haben, müßte ein aussenstehender entscheiden. 

Ich für meinen Teil bin mit dem Sieg zu frieden und hoffe auf weniger "Körpereinsatz" und mehr Raffinesse in den nächsten Begegnungen gegen diesen Gegner.

 

Wenn wir wollen, spielen wir auf einer Augenhöhe. Fraglich ist nur, warum wir die letzten Male nicht gewollt haben.

 

Euer Crabbe