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Neujahrsturnier in Kaiserslautern 2011

Geschrieben von Chrischi am . Veröffentlicht in News

Alle die mit nach Lautern fahren...

... wissen, worauf sie sich einlassen!

 

ICE Richtung Mannheim - jaja, wir wissen schon, Wagen 6 Abschnitt D – kommt D hinter oder vor N. Im großen Viehtransporter und mit viel Rückenwind machte sich das moderne Wikingerschiff 7.0.1 pünktlich auf den Weg gen Süden. Um ein Haar hätten wir die Elbbrücken passiert, ohne es zu bemerken - so sehr in Fahrt waren wir. Zum Unmut der Mitreisenden wurden Unmengen von Lebensmittel unterschiedlicher Aromen konsumiert und die Dame, die uns so nett "Darf es ein Softdrink oder ein Kaffee sein?" bespaßte, wurde herzhaft ausgelacht. Wir bezweifeln, dass das Sortiment der Bahn mit Oles edler Rotweinbeute, der Überseespezialitäten der Kenner oder der Verkostung kleiner Pröbchen von erlesener germanischer Tropfen mithalten konnte. 

 

Für das Entertainmentprogramm sorgte dieses Mal nicht das Vehikel oder gar sein Zeitplan, nein – ganz unverhofft machten die Mitreisenden mal so richtig was los. So verbrachten wir 3 Stationen bis Frankfurt verbal im schönsten Bundeswehrvokabular. Die junge Dame ließ am Ende keinen Zweifel, dass ihre beiden Hauptargumente im Heer ausreichend Beachtung finden werden.

 

 

 

In Mannheim: Überraschung  – es wartete nicht die S-Bahn, sondern ein stinkenormaler Oldtimer, die örtliche Bummelbahn. So legten wir schon kurz nach 12 Uhr in Kaiserslautern an. Dort huschten wir dann, herzlich von den Lauternern empfangen im Transit (wie jedem bekannt, eines meiner Lieblingsreisemittel) zum Schwimmerheim - der so bekannten Immobilie. Als Geisel hatten die Lauterner Holger und Michael in ihrer Gewalt: Holger zumindest schilderte uns die Umstände der Geiselhaft und war entsprechend froh, dass wir Lautern ablenkten und ihm heimlich die Fesseln durchschnitten. Versorgt wurden die Geiseln mit reichlich Flüssigkeit, so dass alte Rituale eingehalten wurden. 

 

 

 

Nach einigem Hin und Her gab Lautern sich geschlagen und stopfte den immerzu trällernden Tom und seine Barbara ins Bett. Alle Verhandlungen wurden auf den nächsten Tag vertagt. Dabei beließen es die Parteien. 

 

 

 

Der nächste Morgen wurde ruhig begonnen, trotz den Strapazen der Reise und den zähen Verhandlungen über Krieg oder Kapitulation, die bis tief in die Nacht andauerten, waren alle Beteiligten pünktlich mit dem Frühstück fertig und es konnte in die Arena gefahren werden.

 

 

 

Mit dabei Barbara Streisand

 

 

 

Die Nordischen trommelten eifrig und konnten es kaum erwarten, endlich ein paar Bälle zu schmeissen. Um so richtig kampfeslustig zu werden, begann Hamburg mit der Waffenschau schon früh, vor den anderen Mannschaften. Das Lager wurde belegt, taktisch gut unter dem Protokollzimmer - wohl auch deswegen, damit im Kampf orientierungslos gewordene Mitspieler immer gut aufgefangen werden konnten. 

 

 

 

Das erste Spiel begann gegen Villigen-Schwenningen und brachte das Sportteam gut nach vorn mit 14:1 verließen wir unser Debüt und zeigten, dass alles klar zum Entern ist.

 

 

 

Das zweite Spiel verlief schon knackiger: Ludwigshafen versuchte alles, um eine gute Platzierung zu ergattern, doch das Sportteam brachte aus dem Norden den Rückenwind mit und gewann 4:6.

 

 

 

Zum dritten Spiel zog dann aber ein Gewitter auf. Die Krokodile aus Kaiserslautern waren einfach zu stark für die Nordlichter und bissen die Mannschaft mit einem klaren 12:3 vom Platz. Der Tag kostete viel Kraft und in diesem ganzen Getümmel verloren ein paar Mitglieder ganz offensichtlich den Überblick.

 

 

 

Aber mit dabei: Babra Steisand.

 

 

 

Abgekämpft und mittelmäßig zufrieden brauste man erst sich ab und dann mit dem rustikalen weißen Vehikel zurück zum Schwimmheim: Pasta satt. Der Plan sah bei allen Mannschaften gleich aus: Was auch immer aus Ms Kombüse kam, wird aufgegessen. Gern auch vom Nachbarteller und Nachbesteller. Nicht eine Kalorie blieb über - man weiß ja nie, ob es in der Nacht zu weiteren Gefechten kommen würde. Nach der Reise nach Jerusalem (immer um die Stockbetten rum) gab es den einen oder anderen Absacker (wobei da nicht unbedingt der Frostschutz gemeint war) sowie ebenfalls seichte Unterhaltung mit bebilderten Kartonagen. Andere Mannschaften, die noch nicht so erfahren schienen, brachten sich dann erstaunlich umfangreich mit geheimnisvollen hochprozentigen Vitaminduschen in Stimmung. <- Dies ging, wie wir altersklug vorhersagten, deutlich in die Hose und aufgrund der später aufgestellten Behältnisse möchte man meinen, durch die Kellerdecke würde es durchregnen.

 

 

 

Nach dem tiefen tiefen Kohlehydrate-Pasta-Loch entschlossen Odins Anhänger sich, mal nach der Musik zu erkundigen und wurden gewahr, dass dieses Jahr so einiges anders geplant war - nach einer flotten Runde Disco-Pogo (...) ((Michi ging ab, wie ein Labrador mit Knallfröschen unter den Pfoten!)) wurde das erste Mal an diesem Tag auf Babra Streusand verzichtet. Da musste eben Acapella nachgeholfen werden. Die Stimmung auf der Tanzfläche wurde schnell hitzig, sodass rastamäßig eingegriffen wurde: Huch: Damit hatte Hamburg nicht gerechnet. Das Schwingen war so gar keine Idee für die Steife-Brise-Hüften aus dem Norden!

 

Die Nacht wurde traditionell mit dem Frühstück beendet (in meiner Koje wurde ich morgens nicht etwa durch Vogelgezwitscher wach - sondern von einem Stuttgarter Backenkonzert) Der konsequente Frischluftentzug und die Überbelegung schildert den Umstand mit der "Puma-Käfig" sehr trefflich.

 

 

 

Die Wikinger kullerten also vom Bett an den Beckenrand - heute sollte es um die Platzierung gehen. Wohoo - der erste Gegner hieß Saarbrücken (4:5): Kurz unterlegen machte Tom die Mannschaft noch einmal deutlich wach. Mit dem anschließenden Unentschieden gegen die Herren WC Ingolstadt (3:3) brachte es das Sportteam Hamburg auf einen 6.ten Platz in der Wertung und damit etwas enttäuscht für die, die sich mehr versprochen haben. Ein, zwei Tore mehr hätten es schon sein dürfen *zwinker*

 

 

 

Barbara Streusalz war immer noch dabei, aber schon etwas heiser.

 

 

 

So schieden die Mannschaften nach der "Kurz-und-Schmerzlos"-Siegerehrung und wurden in Staffetten zurück zum Bahnhof gekarrt. In unserem Fall auch gern wieder mit dem weißen robusten Vehikel, welches vollkommen "zweckentfremdet" zu seinen Alltagsaufgaben jetzt auch gewichtige Hamburger transportierte.

 

 

 

Und schon stand Baba Streusalz auf dem Bahnsteig....Schade, dass alles schon wieder vorbei ist, hätten wir doch noch weiterkämpfen wollen! So viele schöne Gegner...

 

Gnädig pünktlich kam der Zug, nicht jedoch, ohne uns kurz vor der Ankunft noch einmal aufs andere Gleis zu scheuchen - ein wenig Überraschung ist ja pro Ticket immer mitgebucht. Einen Mini-Stop in Mannheim im Restaurant zur Goldenen Möwe (es gibt da ja jemand, der vertilgt 6 weiche belegte Brötchen in 15 Minuten - man mag es kaum glauben!) und dann flugs ab Richtung Hamburg, wo es nach so einer Reise doch immer noch am Schönsten ist.

 

 

 

Ohne weitere Störungen (warum sind eigentlich Rückreisen immer so erlebnisarm?!) flötete Baba Sausalz leise: Gute Nacht....

 

 

 

Es bedanken sich für die abwechslungsreichen Reiseerlebnisse:

 

Tom Junge, Holger und Michael, Crabbe und Michi, Dennis und J-Lo, Meike und Mo, Marcel und Jascha, Ole und Chrischi bei den Gastgebern für dieses gelungene Turnier und den Shuttleservice und all die Herzlichkeit!

 

 

 

Schön, dass es dieses Jahr wieder geklappt hat - und bestimmt sehen wir uns alle bald wieder. Macht's gut und bis ganz bald!