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Buntes Training im Advent

Geschrieben von Chrischi am . Veröffentlicht in News

Zwischen all den üblichen Weihnachtsvorbereitungen, dem Geschenketerror und der fürchterlichen Kälte lud der Nikolaus zum Spezialtraining. Am 16. Dezember hieß es: Ball beiseite und Lächeln ins Gesicht - Aqua-Jogging.

 

 

Wie kommt ein Wasserballer zu soviel Schaumgummi? Ein Crosstraining sollte den gestandenen Männern und den übermütigen Jugendlichen zeigen, dass nicht alles, was easy aussieht, auch easy ist.

 

So zog sich die gesamte Trainingsbelegschaft komische Fußhanteln, die eigentlich nur Auftriebskörper und damit ziemlich hinderlich für jeden Schwimmer sind an, eine Hantel in jede Hand und ab ins Tiefe. Nachdem sich Einjeder an das seltsame Gefühl mit den neuen Gegenständen, die so gar nicht an einen Ball erinnerten, gewöhnt hatte, Anweisung: Im Quadrat hintereinander joggen. Oder so was wie joggen, was eben so möglich war. ("Große Schritte, laaaaanges Bein")

 

Also das Gefühl mit Auftrieb und Hanteln ist etwa so, als würde der Hintern gern untergehen, während alle Extremitäten gen Wasseroberfläche wollen. Ohne dass einzelne Körperteile eigenständig ausbrechen - echte Beherrschung.

Die Jungs machten das aber prima, so konnte Mrs. Sporty das Training gleich ein wenig anziehen und schon wurde aus den Anfängern weit Fortgeschrittene. Immerhin wurde auf den unwürdigen Bauchauftriebsgürtel (zu sehen mittwochs, bei den Aquadamen) verzichtet und es war optisch kein GAU...

 

Und die Arme kraftvoll nach vorn, wahlweise zur Seite - noch 4, ...3, ... und schneller - das war im Großen das Vokabular. Die Jungs ließen sich aber nichts anmerken und machten brav mit. Am Ende triumphierte unsere Trainerin, das Schaumstoff-Boxen forderte Opfer. 

 

Nach 45 Min waren unsere Männer totgespielt. Zumindest sah es kurzzeitig so aus. Die Hanteln wurden wieder eingesammelt, einstimmig wurde Aquajogging als doch anstregend und Power pur eingestuft - und keiner wird sich mehr über die Aquajogging-Damen nebenan lustig machen. 

 

Ein blödes Gesicht aber bewies, dass die Trainerin nicht damit gerechnet hatte, dass die Wasserballer nur zum Beckenrand trieben, um ihre Fußfesseln loszuwerden und nach dem Ball für ein direkt anschlieflendes Wasserballtraining zu greifen.

 

Man könnte also schließen, dass der Versuch, Aqua-Jogging gegen Wasserball aufzurechnen, unentschieden ausging. Aber solch eine Abwechslung ist außergewöhnlich und wir hatten viel Spaß beim Crosstraining. Vielen Dank den Trainingsleitern, die diese Idee ausgekaspert hatten und durchgeführt haben. Und es würde mich nicht wundern, wenn Aquajogging insgeheim als sportliche Alternative in Zukunft zumindest im Urlaub weitergeführt wird.