Drucken

DMS Masters 2010 - Wir haben mitgemacht!

Geschrieben von Chrischi am . Veröffentlicht in News

Die Master-DMS ist für die Wasserballer ein echtes Abenteuer. Am Sonntag trift sich also unsere handverlesene Elite und stellt sich der Aufgabe der verschiedenen Schwimmdisziplinen. 

 

Eigentlich schwimmen wir nicht ohne Ball und ohne Anfassen. Und eigentlich grenzen die Schwimmleinen bei uns nur die Arena ab, in der wir uns relativ frei bewegen können. Jetzt schwimmen wir eingezwängt jeder für sich nebeneinander her und es stellt sich schnell heraus: Wasserballer sind Herdengeschöpfe.

 

Die Wasserballmannschaft des Sportteams Hamburg "getarnt" als FWV Vorwärts beim Hamburger Landesentscheid zur DMS Masters, Foto: Ralf Bertram

 

Hingebungsvoll kümmerten sich unsere alten Hasen um die "jungen Küken" und noch vor den eigentlichen Wettkämpfen wird alles von Wende bis zum Anschlag durchgekaut und geduldigst erklärt. Dafür hier von einem Schwimmwettkampf-Frischling ganz ganz herzlichen Dank!

Und schon wird's ernst: Jenny gibt den Auftakt und siehe da - Ganz lecker, ganz locker. Und so locker, wie der Hulahoop um die Erdbeerjoghurt-Schokolade kreist, wird die erste Freistilstrecke beendet. 

 

Nachdem alle Starter bunt durch das Schwimmfeld gepflügt haben, ist die Anspannung abgeschüttelt. Der Wettbewerb soll Spaß bringen und nicht verkrampft sein. Also. Fähnchen hoch und LÄCHELN. Den Tunnelblick einmal abgestreift, gibt es viele interessante Gesprächspartner am Beckenrand zu konsultieren. Und während die einen in unserer gemütlichen Sportteam-Ecke sich die Zeit mit allerhand elektronischem Spielzeug vertreiben, machen die anderen Schwimmer auf zum Erfahrungsaustausch. Alles in Allem kann man sagen, dass das Warten auf die jeweiligen Einsätze sich in Grenzen hält. 

 

Am Mastersschwimmen fällt auf, dass sich das Konkurrieren in Grenzen hält und man auch nebeneinander freundlich ein paar Worte wechseln kann, ohne giftig verwiesen zu werden. Das hätte ich mir als Neuling viel schlimmer vorgestellt. Toll, so miteinander zu schwimmen. 

 

Jetzt kommen die Beisserstrecken: Lagen, 800 m Freistil, ach es gibt so viel, womit man die Wasserballer foppen kann. Aber tapfer wird jede Aufgabe bewältigt und schon steht zur Lila-Pause fest: Wir werden nicht Letzter! Die Laterne darf jemand anderes halten - und ganz unter uns, für die Laterne fehlt uns auch schon die Kraft! Und so entspannt, wie Mo die 400 kloppt, muss man erst mal sein!

 

Also nicht hinten, nicht vorne, als Vorvorletzter gehen wir in die zweite Runde. Jetzt noch mal alles zusammenkneifen. Und siehe da: Es klappt! Lutz macht Brust, und jetzt kommen auch die Klopperstrecken, die Sprints. nur über Crabbe, da schweben noch die 400 Lagen als vorletzter Wettkampf. Jetzt ist das mit dem Startsprung bereits kein Thema mehr, die Wenden klappen zart wie Alpenmilch und es ist noch keiner mit einer roten Karte zum Nachsitzen verwarnt worden. Arne noch die letzten 100 m - ab die Bahn mit Marzipan!

 

Und fertig sind die DMS Masters 2010 - alle haben es heil und gut gelaunt überstanden und wir sind sicher: Nächstes Jahr ist wieder hinten rechts ein wenig Punk am Beckenrand. Dieses Jahr knabbern wir schon an den 9.000 und nächstes Jahr wollen wir noch weiter gehen!

 

Danke an alle, die uns das Schwimmen möglich gemacht haben und danke an die Wasserballer, die alle mit gemischten Gefühlen Sonntagmorgen im Olympiastützpunkt aufgeschlagen sind: Wir sind ein tolles Team!

 

Bis nächstes Jahr :o)