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Kanutour Sportteam Masters and Friends

Geschrieben von Philipp Barenberg am . Veröffentlicht in News

Am Wochenende vom 26.07.2014 bis 27.07.2014 bestritten die Wasserballer die reißende Luhe. Um sieben Uhr ist Treffen auf dem Parkplatz des AWV09. Die Müdigkeit scheint wie weggeblasen und der Eifer nach Tatendrang nimmt die Überhand.

 

Nach kurzem Meeting wird sich auf die Drahtesel geschwungen und in Richtung Zollenspieker geradelt. Bei der Fähre angekommen, muss auf die Anstrengung erst einmal ein isotonisches Getränk zu sich genommen werden. Nach einer vergnügsamen Fährfahrt mit leichten Blessuren, kommen wir schließlich am Gasthaus Sievers an. Dort werden zuerst die Zimmer verteilt, bzw. die Bungalows. Die Räume sind sehr schön ausgestattet und bieten einen guten Komfort. Kurz die sieben Sachen zusammengesammelt und schon geht es zusammengequetscht mit dem Kanutypen zu unserem Einstieg in die Luhe. Nur leider kennt der Fahrer nicht immer den Weg und so wurden wir zu seinem Navigator. Endlich haben wir den Weg gefunden und versammeln uns beim Einstieg. Sehr schön ist anzusehen, auf wie viele Arten man in so ein Kanu steigen kann. Alle sind heil und trocken ins Kanu geglitten und schon geht die wilde Fahrt im Kanal los. Dank der Strömung muss eigentlich nur noch gelenkt werden, was sich als gar nicht so leicht herausstellt. Mit viel Jucks und Tollerei absolvieren wir also die ersten Kilometer, zwischendurch darf natürlich der ein oder andere Stärkungstrank nicht fehlen. Beim ersten Stopp eskaliert die Algenschlacht und Ludolf erhält eine satte Abreibung mit gelbgrünem Schmotter. Kurz abgespült und weiter geht die Fahrt mit lauthalsigem Siegesgesang. Die anderen Kanufahrer auf der Luhe denken sich auch nur: „Wer hat diese Bagaluten bloß frei gelassen?“

Nach einer weiteren Stunde machen wir schließlich unsere erste „richtige“ Pause zu Land. Tischi sagt zu Schmiddel nur: „Pass auf, jetzt lernst du was!“ und springt mit einem Satz aus dem fahrendem Kanu und lässt Schmiddel mit einem Staunen zurück im Boot. Lucas und Philipp sind die Dritten, die aussteigen. Philipp steht auf, will gerade aussteigen, als Lucas auf einmal wie ein Berserker los paddelt, beide das Gleichgewicht verlieren und samt voller Montur ins Wasser „gleiten“. Zum Glück ist das Wetter gut, die Luhe nicht zu kalt und die Sachen sind gut verstaut und angeleint, sodass nichts wegkommen kann. Jetzt sind alle angekommen und die Frikadellen, Brote und Getränke sind ausgepackt. Lauthals begrüßen wir vorbeifahrende Personen, die sich mit uns zu freuen scheinen. Es wird getratscht, gealbert und der ein oder andere fällt einfach mal übers Kanu oder wird übers Kanu ins Wasser geschubst. Nun geht die Fahrt weiter. Das Meander erweist sich als gar nicht so leicht für den ein oder anderen. Nun hat Schmiddel im Boot das Ruder in der Hand und zeigt Tischi, wie schön doch die Blumen und Sträucher zu fühlen sind. Auf einmal ertönt ein lautes „PLATSCH“ und Torben und Holger landen im Wasser. Dies sollte bei denen nicht das letzte Kentern sein. Kurze Zeit später finden die „Youngsters“ heraus, dass die „Älteren“ bis jetzt sehr gut davon gekommen sind. An einer engen Stell, wo ein Ast in den Fluss ragt, stellen sich auf einmal Dirk und Walter quer, welches sich als sehr ungünstig herausstellen sollte. Denn da rasen Lucas und Philipp schon auf die Beiden zu und rammen die kurzerhand frontal, welches einen schönen rumms und lautes Geplätscher nach sich zieht. So müssen Dirk und Walter erst einmal ihre sieben Sachen wieder aus der Luhe fischen und sich dem Gelächter fügen. Schließlich erreichen wir den letzten Halt der Tour, wo wir wieder unseren Lüsten mit Brötchen und Allerlei frönen. Nach kurzer Rast mit viel Spaß geht es im seichtem Gewässer weiter bis zum Ausstieg. Dort wird gebadet und auf die Anderen gewartet. Nach und nach trudeln alle ein, mit Ausnahme von Finn und Marco. Nach 30 min. Wartezeit beschließen Tischi und Michi, die beiden mit dem Kanu zu suchen. Auf einmal hält Torben einen Becher hoch, welcher Finns Eigentum zuzuordnen ist. Da kommen die beiden auch schon klitschenass und mit lauthalsigem Geschrei an. Die beiden sind gekentert und haben es nicht geschafft, wieder in ihr Kanu zusteigen und mussten mehrere hundert Meter das Kanu schieben. Nur leider haben es die beiden versäumt, vor der Fahrt alles zu sichern und so verschwand unter anderem Poloshirts, Shorts, eine Kühltasche und noch vieles vieles mehr. Als Tischi und Michi wieder ankommen, geht es in Windeseile in das Gasthaus zurück, wo ein leckeres Spanferkel, Salate, Folienkartoffeln, Makrelen und weitere geniale Speisen warten. Diese Stärkung haben sich die Männer aber auch verdient und so wird auch das Essen kurzerhand verdrückt. Nach dem Essen wird bei dem ein oder anderem Bierchen noch das Resümee gezogen und die Ersten wandern zu Bett. Als Finn und Philipp nachts auf die Idee kommen, Holger und Moe in deren Bungalow zu erschrecken, schleichen sie leider zur falschen Tür, welche sie öffnen. Leise flüstern sie die Namen, worauf nur ein komisches Gestöhne die beiden vertreibt. Das waren NICHT Holger und Moe, sondern andere Gäste. Schnell die Hacken in Teer gehauen und weg sind die beiden.

 

Am nächsten Morgen strahlt der Frühstücksraum von wachen Gesichtern, doch nach dem ausgefallenem Abendessen mag keiner so richtig Frühstücken. Sachen gepackt und wieder auf die Drahtesel geschwungen, geht es wieder in Richtung AWV- Gelände. Dort wird sich verabschiedet, und jeder hat nur einen Gedanken: „WO IST DAS SOFA???“