Drucken

Pokal 2012 - Klappe die Dritte

Geschrieben von Crabbe am . Veröffentlicht in News

Nach unserer Schmach gegen Two-and-Half und dem Arbeitssieg gegen Billstedt, stand das letzte Gruppenspiel unter dem Stern eines Endspiels: 

sollten wir verlieren, sind wir aus den Spielen um die Plätze raus.

 

Mein Fehler: wir spielen `erst´ am 17.April um 20 Uhr in Wilhelmsburg. Sorry.

 

 

Der Wasserballtag würde ohne uns stattfinden und neben Billstedt wäre der zweite aus den "Last four" der beiden letzten Pokalfinals ausgeschieden. Ein Umstand den Schmiddel so nicht gelten lassen würde.

 

 

 

In diesem Sinne fand sich wieder eine gut besetzte Truppe zusammen, um das Minimalziel zu erreichen.

 

Mit Michael Sass war der Goalgetter der letzten Spiele heiß auf mehr. Nils Hyoma wollte sich die ersten Lorbeeren verdienen und Tobias Drechsler seine gute Leistung des letzten Spiels wiederholen. Abgerundet wurde die Mannschaft durch die Youngsters Marco Schneider, Lucas Manske, Finn Pagel und Maurice Mahnke.

 

Als weiterer Rückhalt, standen noch Matthias Pagel, Tom Junge, Holger Feindt, Marcus Schmid und Dirk Crabiell bereit. Als `letzte Hürde´ stand wieder Armin Zänker zwischen den Pfosten.

 

 

 

Auch wenn man in Elmshorn immer wieder die gleichen Gesichter sieht und Namen liest, ist es kein leichter Gegner. Selbst die Erkenntnis dass sich das Spiel um Center Tim Sommer konzentriert, half uns in den letzten Spielen kaum.

 

So springen immer wieder Kameraden wir Carsten Penisch, Axel Wittern, Holger Tamschick oder Dag Junge ein, um die Mannen um Werner Göring zum Erfolg zu führen.

 

 

 

In seiner Ansprache lies Schmiddel keinen Zweifel daran, wie wir spielen sollten und was er erwartete - einen Sieg.

 

 

 

"Let´s do it again."

 

 

 

So wunderte es niemanden, das die ersten 8 Minuten (steht in der Ausschreibung nicht was von 4 x 7 Minuten???) entsprechend energisch von beiden Teams angegangen wurden. Auch in diesem Spiel waren uns die Götter holt und bescherten Michi einen recht einfachen ersten Treffer ins obere linke Eck.

 

Auch die erste Hinausstellung ging auf unser Konto, wurde durch mein Tor zum 2:0 ergänzt und fand mit unser 2ten Hinausstellung den Abschluss der ersten vier Ereignisse. Das folgende Überzahlspiel konnte Gerrit von Appen zum Anschlusstreffer nutzen und bescherte dem ersten Viertel somit ein 2:1 Endstand.

 

 

 

Das bislang Tim Sommer nicht dabei war, hatte augenscheinlich keine Auswirkung auf das effektive Spiel der Gäste und brachte uns immer wieder in Schwierigkeiten.

 

Das wir unseren Vorsprung auf 4:1 ausbauen konnten, war den schlechten Abschlüssen und einer wieder einmal guten Leistung von Armin zu verdanken.

 

 

 

Elmshorn war die beweglichere Mannschaft und brachte sich durch eine erneute Überzahl zurück ins Spiel. Mit Tim kam jetzt auch das "vermisste Zentrum" des Elmshorner Spiels ins Wasser. Ein vergebener Strafwurf, sowie ein `nicht übergebener Verteidiger´ wurden auch gleich lautstark kommentiert. 

 

Dem gegenüber stand Nils, der mit seinen Toren 2 und 3 unseren Vorsprung weiter ausbauen konnte, bevor Michi mit seinem 2ten Tor (und seiner 2ten Hinausstellung!) den Halbzeitstand von 7:2 für uns klar machen konnte.

 

 

 

"Yes, we can."

 

 

 

Interessant zu beobachten war, dass wir mit 6 Hinausstellungen und 1 Strafwurf bereits genauso viel negativ Ereignisse verbuchen durften, wie wir positive hatten. Es hatte fast den Eindruck, als wenn wir mit diesem intensiven Spiel die Elmshorner in eine unbekannte Situation spielen würden. Sie waren nicht in der Lage das Überzahlspiel zu nutzen, geschweige denn ihre starken Center in Szene zu setzen.

 

Auch der im zweiten Viertel eingetroffene Tim Sommer hatte bislang keinen nennenswerten Einfluss auf das Spiel, auch wenn er immer für einen Umschwung gut ist.

 

 

 

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange und wir durften eine ungewohnte und unangenehme Situation erfahren. Selbst Michael war überrascht, als ihm Lutz die rote Fahne hinhielt und er sein drittes persönliches verbuchte.

 

Unglauben und Unverständnis zeichnete sich auf einigen Gesichtern ab. Wollte Gregor Wilke einen neuen Rekord aufstellen? Oder war die Brille etwa noch beschlagen? Einige der Schiedsrichterentscheidungen wurden von beiden Seiten hingenommen, wenn auch nicht verstanden.

 

Hinterher hat man ja bekanntlich eine gewisse Distanz, die sich im Eifer des Gefechtes verschließt. Im Endeffekt hat Gregor denjenigen belohnt der den Ball als erstes kontrolliert und dann versucht hat zu verteidigen. Im Wasser `fühlte´ es sich anders an.

 

 

 

In sofern war Michis Aufforderung "Ihr müsst Euch mehr bewegen", die absolut richtige.

 

Angespornt durch die rote Fahne, diesen absolut treffenden Hinweis und unserer Führung, kam es auch zu mehr Bewegungen. So war es nur logisch, das auch wir schlussendlich auf ganze 6 Hinausstellungen kommen durften. Lediglich die Ausbeute war ähnlich schlecht wie bei unserem Gast (Sport: 2 von 6; Elmshorn: 5 von 13).

 

 

 

Das dritte Viertel war ausgeglichen und ging mit 2:2 auch so aus.

 

 

 

Im vierten und letzten galt es nicht nachzulassen und unsere 5 Toreführung zu halten oder besser noch weiter auszubauen.

 

Während wir die zweite Luft bekamen und ein Schwimmfest veranstalteten, lies sich Elmshorn zu einem Spiel übers gesamte Feld hinreißen.

 

 

 

Sobald wir den Ball hatten wurde nach vorne geschwommen und versucht ein geordnetes Spiel aufzuziehen. Unsere Bewegung endete am Halbkreis und brachte uns leider nicht die gewünschte Überzahl.

 

Hingegen zeichnete sich jetzt die Erfahrung der Gäste ab und bescherte ihnen die verdienten Tore. Der Ball wurde zwar langsam nach vorne transportiert, aber dort lauerte Tim oder einer der anderen körperlich überlegenen Center.

 

 

 

"We did it."

 

 

 

Auch wenn wir das vierte Viertel mit 0:2 abgeben mussten, war der Sieg aus dem zweiten (5:1) nicht mehr einzuholen und die Partie endete mit 9:6 für das Sportteam.

 

Damit ist die Tabelle der Gruppe 1 fast fertig, auch wenn das Spiel `2,5 versus GHB´ noch aussteht. Wir werden als zweite auf den erstplatzierten der Gruppe 2 treffen.

 

 

 

Es war ein umkämpftes Spiel, in dem beide Seiten reichlich Chancen wegwarfen.

 

Die Elmshorner waren uns körperlich überlegen, konnten ihre Überzahlspiele aber nicht konsequent genug nutzen und mussten sich schließlich zu recht geschlagen geben. 

 

Wir müssen an unseren Abschlüssen arbeiten und die Bewegung noch besser aufeinander abstimmen.

 

 

 

Auch wenn wir gerne Zuschauer begrüßt hätten, war es wohl besser dieses Chaos nur lesen zu müssen; so manch einer hätte sich die Haare gerauft und Schreikrämpfe bekommen.

 

Am 17. April um 20 Uhr in Wilhelmsburg geht es weiter, wenn wir als Gast im Halbfinale antreten. Unser Gegner steht noch nicht fest, dürfte aber wohl HTB heißen.

 

 

 

Jeder ist herzlichst eingeladen, das Spiel live mit zu erleben.