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Bericht Kaiserslautern

Geschrieben von Chrischi am . Veröffentlicht in News

Schon im Herbst verabredete sich unsere wind- und wettererprobte Turniermannschaft zur erneuten Teilnahme am Neujahrsturnier in Kaiserslautern. Und was soll ich schreiben - natürlich waren die Plätze schneller weg, als so mancher gucken konnte. Zu den alten Hasen Tom, Holger, Ole, Torben, Marlen, Chrischi, Dennis, Marcel, Sascha, Lucas kam Unterstützung von den neuen "Wilden" Christoph, Nils und Andreas waren neugierig, was denn unter der Rubrik "AußerHaus" zu verstehen ist. Viele Fragen - wie ist das jetzt mit dem Entertainment-Programm im ICE oder wer übernimmt die gebuchten Betten und wo schläft wer.

 

Der Hamburger Wasserballer an sich ist ja doch im Ausland eher bescheidener Art. Ein kühles Bier, ein gemütliches Schwimmerheim, angenehm temperiertes Wasser - und gute Gegner. Also mit dem temperierten Wasser und dem kühlen Bier ging's ganz gut. Wie immer. Und wie immer bestritt das Sportteam sein erstes Spiel und verlor völlig unnötig gegen Ludwigshafen. Obwohl eigentlich spielstark, verdaddelte Hamburg seine zahlreichen Chancen und startete erstmal mit einer negativ Bilanz 3:7. Aber es sollten noch schöne Spiele folgen. Dann nämlich, als Hamburg aufwachte und zeigte, dass man hier im Norden sehr wohl locker und gut gelaunt Wasserball spielen konnte. Das zweite Spiel fiel gegen Uni Uni Karlsruhe schon erfolgreicher aus: Mit 11:8 gabs trotz schwimmstarker Gegner ersehnte Punkte.

 

 

Hamburg hatte sich warmgespielt und das war auch nötig, denn auf die Hanseaten warteten die überragenden Krokodile. Jetzt hieß es: Zumachen, defensiv bleiben und nicht unnötig viel einstecken. Recht deutlich war dann das Ergebnis: Hamburg unterlag mit 13:0 - ein Zu-Null-Spiel... da bleibt nicht viel zu schreiben. KSK I war nicht aufzuhalten. 

 

Damit war der erste Spieltag schon vorbei - der Rest sollte nach einer warmen Mahlzeit aus Ms Hexenküche, einer bewegten Party und einer erholsamen Nacht bewältigt werden. Also erst mal ran an die Spätzle. Wir genossen die Abwandlung - großartig!!! - Spinat- oder Käsespätzle. Nicht zu vergessen die unvergleichbaren Nudeln mit Fleischsoße - die schon Kultfaktor haben. Also, alle, die mit uns kapern fahren, müssen das einmal gegessen haben!

 

Natürlich beförderten die Spätzle-Geschichten einen schneller als man gucken konnte ins "Suppenkoma" und so fing der Abend erst mal ganz seicht und ruhig an. Bis dann endlich der DJ mit seinem eigenen Lichtmokel einer Meinung war, konnten wir uns noch mal schnell ein wenig lang machen. 

 

Lautern rief zum musikalischen Abend und Hamburg kam - stimmgewaltig und tanzwütig wie immer dauerte es nicht lange und schon waren die Warmhaltepullis aus und die Tanzfläche wieder kurzarmig. Die alten Turnierrecken hoppsten zusammen mit den Neuzugängen munter durch die Nacht - wobei am Tanfflächenrand auch so einiges an Unterhaltung geboten wurde. Aus diesem Tanzflächenknäuel flogen ab und zu ein paar Kinder hinaus und ruhten sich in der Umlaufbahn bei Kaltgetränken und Freunden aus. Natürlich wurden in der Nähe der Tanzfläche alte Freundschaften gepflegt und neue aufgebaut, aber auch irgendwann ist die Party vorbei und nachdem Stolbergs dunkler Lockenkopf die letzte Pause ganz still beendete und ein netter junger Mann wegen Brandgefahr zum Rauchen sanft vor die Tür begleitet wurde, ging auch Hamburg schlafen.

 

Mit dem Frühstück am nächsten Morgen kehrte auch Hamburgs Spiellust zuerst in die müden Gesichter und dann auch in die Arme zurück. So war Hamburg erneut pünktlich vor Ort und konnte noch zwei Minuten ruhig die kleine Halle in der Schule genießen.

Hamburg brauchte heuer nicht zuerst ins Wasser - in dieser undankbaren Position musste sich nämlich der KSKII den Stolbergern geschlagen geben. Und auch im nächsten Spiel durfte Hamburg noch mental ein paar Körnchen sammeln. Um 11.00 Uhr triumphierte das Sportteam dann über Saarbrücken und musste sich am Ende mit Villingen-Schwenningen um Platz 5 schlagen. Schade, denn eigentlich, so resümierten die Hamburger, wäre auch der Kampf um Platz 3 drin gewesen. 

 

Nicht alle Teams spielen eben sonntags besser als samstags... 

Am Ende hieß es: Platz 5, Hamburg schlug Villingen-Schwenningen 5:4 - kein schlechtes Ergebnis, an dem die Hamburger alle so fleissig gebastelt haben. Und trotzdem: Es gab zwei Hamburger, die noch weiter vorn mitgespielt haben, zählt man denn Andreas und Holgers Schiritätigkeit dazu. 

 

Den ersehnten Wellnessteil konnte Hamburg dann in der Bahn bestreiten, das Gepäck wurde nochmals minimiert, bis eben alles ausgetrunken und aufgegessen war. Auch der kulinarische Zwischenstopp in Mannheim war natürlich wieder Teil des Programms. Auch kurzzeitige Versuche, uns durch einen eigenen Burger-Priester zu läutern schlug fehl. Ich habe noch nie einen Menschen so hochkant aus einer Burgerbude herausfliegen sehen, wie diesen Scheinheiligen - der uns über die Apokalypse berichten wollte. Hätte er gewusst, dass wir mit den Reitern aus selbiger sozusagen per Du sind, hätte er auch von so was gar nicht angefangen...

 

Der IC ratterte also pünktlich durch den Bahnhof und lieferte die Hamburger glücklich erschöpft zu Hause ab. Hat es eine Mannschaft wohl schon irgendwann vorher mal geschafft, einen Restaurantwagen leer zu trinken? Ja, komm' ich schreib's ja rein: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Das wolltest Du doch jetzt lesen, oder?

 

Lautern, es war wie immer ein schönes Fest mit Euch! Euer Team ist so gut auf Zack - es blieb kein Wunsch unerhört und Ihr habt uns wie immer vernünftige fair spielende Gegner serviert. Wir danken allen für dieses tolle Turnier und hoffen, Euch im Sommer bei uns zum Gegenbesuch wieder zu sehen. Macht uns das Warten nicht länger als nötig!

 

Bis dahin grüßen wir Euch,

Chrischi