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DMS-Masters - Juhuu, sie sind geschafft!

Geschrieben von Crabbe am . Veröffentlicht in News

Dieser Ausspruch kam wohl am Sonntag so manchem Aktiven in den Sinn, einige sprachen ihn gar aus.

 

Die Hoffnung diesen Tag noch weit in die Zukunft legen zu können, blieb leider ebenso auf der Strecke, wie die bislang blütenweiße Weste – keine Disqualifikation und kein letzter Platz.

 

Update:

Eine kleine Ergebnissübersicht wurde angefügt.

 

Die DMS-M sind bestanden. Wie so oft ist das Betreuen eines solchen Events verbunden mit einem Tanz um plötzlich auftretende schockbedingte Aterienverschlüsse. Die bestellte Mannschaft, also wieder einmal eine sehr bunt gemischte Truppe garantierter Nicht(mehr)wettkampfschwimmer, fand sich bis auf Ausnahmen pünktlich zusammen, sodass sichergestellt wurde, alle Wettkämpfe auch rechtzeitig und nüchtern bestreiten zu können.

 

Verstehen Sie Spaß?! war das Motto des Tages. Zwischen klassischen Einwürfen: "Wo muss ich denn nun hin? Welche Bahn?", kamen Zwischenrufe: "Wie mache ich eigentlich eine Wende?" und: "Reicht es, wenn wir mit einer Großzehe anschlagen (kein Witz - passierte doch tatsächlich glatt während der 800m)" - dann einfach ohne Zettel (Wettkampfkarte) losspurten, und nach dem Vergnügen einfach die Bahn an der Kopfseite - also zum Vergnügen der Kampfrichter regelwidrig verlassen.

 

All das und noch viel mehr brachten den Organisatoren die rote Farbe ins Gesicht und die Kampfrichter wussten auch nicht mehr weiter, wie sie diesen bunten anarchistischen Haufen maßregeln sollten.

 

Irgendwie brachte das Sportteam trotzdem richtig ordentliche Zeiten ins Wasser und das Punktekonto stieg tatsächlich. Bis, tja, bis zu den 200 Delle. Die mochte wie üblich keiner schwimmen (Mochte? Naja, konnte trifft es wohl eher!) ((Dies ist ein Aufruf: Wer sich berufen fühlt, für das Team die 200 Delle zu übernehmen - ist herzlich willkommen!))

 

Jetzt mussten wir schon den Punkten hinterher hecheln. Und wir gaben uns Mühe! Die Chaostruppe formierte sich und sparte keine Zeile im Wettkampfprotokoll aus. Zusammengefasst: 1x nicht angetreten, 1 x ungeplant nicht angetreten, 1 x Frühstart, 1 x nicht angekommen, daraus resultiert: 2 x Nachschwimmen und einen zur Disqualifikation führenden Fehler, der unbemerkt blieb. Wir ließen also nichts aus. 

 

Am Ende waren doch alle stolz, den sonnigen Sonntag nicht draußen bei ungesunden Spaziergängen oder Cafébummeln verbracht zu haben, sondern einen bunten, abenteuerlichen Wettkampf bestritten zu haben, der an Abwechslung keinen Vergleich scheuen muss.

 

Da wir jetzt vom langweiligen Wasserball alle zum aufregenden Schwimmen konvertieren, werden wir sicher auch im nächsten Jahr wieder antreten und dann machen wir ernst. <- *hihi* Wer hat jetzt aufheulende Klänge bei Kampfrichtern und Organisatoren gehört???

 

Ihr wollt jetzt auch die Ergebnisse sehen? Die reicht Crabbe bestimmt nach. :o)

 

C.G.

 

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Vielen Dank Christiane für den tollen Bericht. 

Soviel graue Haare wie an diesem Sonntag bekomme ich für gewöhnlich nur auf der Arbeit. :D

 

Die Ergebnisse will ich gar nicht soweit aufdröseln und mich nur auf ein paar Punkte konzentrieren.

- Wir sind haarscharf an einer kompletten Disqualifikation vorbei geschwommen (4 von 5 möglichen Disqualifikationen, 2 von 3 möglichen `nicht belegten Strecken´). 

- Daraus resultiert ein Punkteverlust, der sich bei unseren Möglichkeiten nicht kompensieren läßt. Somit bleibt für uns Wasserballer/Innen leider nur der letzte Platz in der Gesamtwertung.

- Die Konkurrenz ist dichter zusammengerückt und stärker geworden. Das spiegelt sich in 4! neuen Deutschen Rekorden wieder, die in der jeweiligen Alterklasse aufgestellt werden konnten. Meinen Glückwunsch an Katharina Stephan (AK25, HSC, 800M Freistil), Angela Delissen (AK45, Sani89, 200M Rücken) und Marc Ahrens (AK20, Wasserratten Norderstedt, 100M Schmetterling).

- Besonders hervorheben möchte ich die Leistung von Curt "Kuddel" Zeiss (AMTV-FTV 1) der in der Altersklasse 80 über 50 Schmetterling mit einer Zeit von 0:46:34 ebenfalls einen neuen deutschen Rekord aufgestellt hat.

- Hier in Hamburg startet die größte Konkurrenz mit 23 teilnehmenden Mannschaften in ganz Deutschland und darauf dürfen auch wir stolz sein.

- Ich hatte das Gefühl, das wir, trotz der Rückschläge, einen super Zusammenhalt gezeigt haben und familiäre Stimmung in die Halle gebracht haben. Jeder hat sich eingebracht und zum Erfolg beigetragen. Diese Leistung wiegt für mich deutlich schwerer als die schwimmerischen Leistungen (die rundweg gut gewesen sind).

 

Auch wenn ich es gerne gesehen hätte, wenn wir wieder ohne regelwidriges Verhalten ausgekommen wären, war es ein klasse Wettkampf. Selbst der Schiedsrichter war sich nicht immer sicher, wie die Wettkampfbestimmung ausgelegt werden muss. Ich glaube er war erleichtert, als der Wettkampf endlich zu Ende war und er mein Gesicht nicht mehr sehen mußte. :)

 

Vielen Dank an alle Aktiven, mitgereisten Familien und Kampfrichter, sowie die "Bürokräfte" ohne die keine Startberechtigung oder Schwimmlizenz vorgelegen hätte.

Auch wenn mein Name unter dem Artikel erscheint, war/ist "Michi" Sass genauso an dem Zustandekommen beteiligt und gehört namentlich erwähnt.

 

Vielen Dank.

Crabbe

 

P.S.: Für alle interessierten läßt sich auf der HSV Seite das Protokoll herunterladen oder der ein oder andere Bericht einsehen.